(rfv) Kanutinnen und Kanuten des BSV auf der Großen Leipziger Runde
Bei bedecktem Himmel uns starkem Wind trafen sich am Sonntag, dem 14. Juni, 13 Kanutinnen und Kanuten des BSV und 5 Gäste am Bootshaus. Eine Rekord-Beteiligung (!) konnte der Fahrtenleiter, „Wander-Vize“ Christian Schwieger, vermelden. Da passte es gut, dass dieses Mal zwei Busse samt Hänger zur Verfügung standen, so dass auf Privat-Autos verzichtet werden konnte. „Charly“ (obwohl gar nicht dabei) und Ralf-Friedrich stellten ihre Zweier-Kajaks zur Verfügung, damit alle „Familien-Fahrgemeinschaften“ jeweils in einem Boot sitzen konnten. Um 10 Uhr waren alle Boote aufgeladen, und ab ging die Fahrt in Richtung Leipzig.
An der Rennbahn Scheibenholz wurden die Boote abgeladen und In das Elster-Flutbett eingesetzt. Starker Wind schob uns an, so stark, dass manche Boote quer vorangetrieben wurden.
Am “Kleinen deutschen Eck“ bogen wir links in die Pleiße ab. Das vorschnelle Betätigen der Schleusen-Anforderung durch einen fremden Paddler hatte zur Folge, dass wir in zwei Durchgängen schleusen mussten. Oberhalb der Schleuse gesellte sich unser ehemaliges Mitglied Sven aus Leipzig dazu. Dann ging es vom trüben Wasser der Pleiße auf das glasklare des Floßgrabens. Mit der Ankunft am Lauerschen Waldsee gegen 13 Uhr wurde das Zeitfenster der erlaubten Befahrung der Floßgrabens gerade noch eingehalten und die erste Gruppe eingeholt.
Nach einer Pause und einem kleinen Regenschauer ging es noch einmal in die „Urwald-Idylle“ eines Grabens. In der Cospudener Schleuse gab es Gedränge, bis alle Boote in der Kammer waren. Bald war der Cospudener See erreicht. Dem Rat von Sven folgend überquerten wir den See nicht, sondern blieben am Nordufer und booteten nach einem weiteren kleinen Schauer am „Hundestrand“ aus. Die dort aufgestellten Holzpritschen kamen für die Mittagspause gerade recht.
Für den nun erforderlichen Landtransport waren zum Glück für fast alle Boote Wagen vorhanden, ein paar kleinere Boote wurden Huckepack auf größere geladen und festgezurrt. Nach 900 Metern gemeinsam bewältigten Weges war das Gelände des SV Leipzig Südwest erreicht. Vom Schwimmsteg aus wurden die Boote in die sehr munter fließende Weiße Elster eingesetzt. Und ab ging es in rasanter Fahrt. Aber auch die weniger paddelerfahrenen Gäste meisterten diese wie auch die nächste Schwall- und die Slalomstrecke des Leipziger KC hervorragend.
Einige durch die Bäume schimmernden Häser zeigten, dass wir uns nun aus dem Auwald in die Großstadt bewegten. Vorbei bei „Boot-Herold“ erreichten wir bald die beeindruckenden Gebäude der ehemaligen Buntgarn-Werke. Zwischen anderen zu Lofts umgebauten alten Industrie- und Neubauten ging es weiter zum Palmgartenwehr, das wir in respektvollem Abstand passierten.
Damit waren wir wieder im Elster-Flutbett. Mit wieder auffrischendem Wind und ein paar Regentropfen wurde der Rest der Strecke bis zur Pferderennbahn absolviert.
Nach unfallfreier Fahrt langten wir gegen 19:30 Uhr wieder am heimischen Bootshaus an. Um 20 Uhr waren alle Boote wieder verstaut. Und alle waren sich einig: das war eine wunderschöne Tour, die alles zu bieten hatte: Kanal-Strecken, naturbelassene Kleinflüsse mit Auen-Urwald, Großstadtflair, dazu Wind, Sonne, Regen. Herz, was willst Du mehr?
Dank an alle für die gute Stimmung, Heiterkeit, Hilfsbereitschaft und vor allem an Christian für seine Organisation und die souverän gemeisterte erste Fahrtenleitung!
